Energiegesetz AG: Das Volk hat das letzte Wort

 

Der Grosse Rat des Kanton Aargau hat heute ein neues Energiegesetz angenommen. Das Gesetz wurde in der zweiten Lesung beraten und betrifft hauptsächlich den Energieverbrauch von Gebäuden.

Mit 80 zu 50 Stimmen hat der Grosse Rat das Gesetz deutlich angenommen. Das Volk hat jetzt das letzte Wort.

Wichtige Teile des neuen Gesetzes sind:

 

  • Anforderungen an Neubauten
    Neubauten müssen so gebaut werden, dass ihr Energiebedarf auf ein Minium reduziert wird. Technisch ist das kein Problem, Neubauten sind in der Regel heute schon sehr effizient.
  • Heizungsersatz
    Wird in einem bestehenden Gebäude die Heizung ersetzt, müssen mindestens 10% entweder durch erneuerbare Energien gedeckt werden oder mit Effizienzmassnahmen eingespart werden.
  • Eigenstromerzeugung
    Neue Gebäude müssen einen Teil des Stromes den sie verbrauchen selber erzeugen. Die Vorschrift gilt auch für bestehende Gebäude die saniert werden. Allerdings gilt die Auflage erst ab einer Bagatellgrenze von 100m2
  • Elektroboiler
    Reine Elektroheizungen müssen innert 15 Jahren ab Inkrafttreten des Gesetzes ersetzt werden. Der Grund dafür ist, dass Elektroheizungen im Vergleich zu Wärmepumpenboilern sehr ineffizient sind und wertvolle Energie vergeuden.

Das neue Energiegesetz ist eine Chance für Umwelt und Gewerbe im Kanton Aargau – weg von fossilen Energieträgern aus dem Ausland, hin zu erneuerbaren Energien aus der Region.