Heute hat die Stimmbevölkerung des Kanton Aargau das neue Energiegesetz abgelehnt. Der Souverän will damit beim Status Quo bleiben und weiterhin auf eine fossile und importabhängige Energieversorgung setzen.

Das Aargauer Komitee für eine weitsichtige Klimapolitik ist sehr enttäuscht über diesen Entscheid. Der Entscheid der Bevölkerung steht im krassen Gegensatz zur schweizweiten Entwicklung hin zu einer CO2 neutralen Gesellschaft. Der Kanton Aargau bleibt damit abhängig vom Erdöl und wird weiterhin rund 650 Mio. Franken pro Jahr ins Ausland abliefern. Wir akzeptieren diesen Entscheid, nehmen aber gleichzeitig die Gegner der Vorlage in die Pflicht, dass sie mit Eigenverantwortung den Zielpfad des Pariser Abkommens gehen müssen.

Anders als im Kanton Aargau, setzt sich der Wille für die Energiewende in anderen Kantonen durch. In diesem Jahr entschieden sich die Kantone Graubünden, Thurgau, St. Gallen und Neuenburg für ein neues Energiegesetz. Zürich, das Tessin, Schaffhausen, Nidwalden, Appenzell Ausserrhoden, Zug, und Genf befinden sich in der parlamentarischen Diskussion. Waadt, Fribourg, Jura, Beide Basel, Luzern, Obwalden und Appenzell Innerrhoden haben bereits ein neues Energiegesetz implementiert. Der Aargau reiht sich mit Bern und Solothurn in der Gruppe der Nein-Sager ein und wird damit voraussichtlich dem Bund die Hoheit über die Gebäude via CO2 Gesetz überlassen, das voraussichtlich bereits 2023 in Kraft treten wird. Auch dies ist in unseren Augen eine sehr bedauerliche Entwicklung.

Das Aargauer Komitee für eine weitsichtige Klimapolitik ist eine breit abgestützte Allianz aus Parteien, Verbänden, Unternehmen und Einzelpersonen. Organisiert wird es von der AEE SUISSE Aargau. www.ja-zum-energiegesetz.ch